Prozessqualität

 

Didaktische Prinzipien

 

Didaktische Prinzipien bestimmen grundsätzlich die Auswahl und Gestaltung von Bildungsprozessen im Kindergarten und stehen im Zusammenhang mit der pädagogischen Orientierung und dem Selbstverständnis der Bildungsinstitution sowie mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischen Erfahrungen. Sie haben das Ziel die Nachhaltigkeit von Lern- und Bildungsprozessen zu unterstützen und eine positive Basis für die weitere Bildungsbiografie zu schaffen. Im Folgenden werden Prinzipien angesprochen, nach welchen sich die Arbeit am Kind in unserem Kindergarten richtet:

 

Prinzip der Förderung der Gesamtpersönlichkeit

Das Kind wird in seiner Gesamtpersönlichkeit betrachtet und durch ganzheitliche Bildungsprozesse unterstützt. Dabei werden kognitive, sozial-emotionale und motorische Aspekte gleichermaßen angesprochen. Die Gesamtpersönlichkeit wird durch die frühkindliche Lernform Spielen in besonderem Maße gefördert, da alle Sinne des Kindes angesprochen werden.

Kinder werden durch Fragen, knifflige Problemstellungen zum Denken angeregt. Durch das Verbalisieren der Wünsche und Bedürfnisse fließt auch der emotionale und sprachliche Aspekt mit ein. Soziale Kompetenzen werden durch das gemeinsame Spiel und Konfliktlösestrategien erprobt.

 

Prinzip der Lebensweltorientierung

Jedes Kind zeigt aufgrund seiner Vorerfahrungen, seinem Entwicklungsstand und seines persönlichen Umfelds Interesse an unterschiedlichen Bildungsinhalten. Hier gilt es anzusetzen und die neuen Inhalte mit den bereits bestehenden zu verknüpfen. Angebote, die an die Lebenswelt der Kinder anknüpfen, sprechen sie besonders an und motivieren zur weiteren Auseinandersetzung. Individuelle Interessen können durch Gespräche mit den Eltern, aber auch durch aktives Zuhören und Nachfragen bei den Kindern herausgefunden und in die Planung miteinbezogen werden.

 

Prinzip der Individualisierung

Wir versuchen in unserer alltäglichen Arbeit auf die Individualität der Kinder einzugehen. Dazu zählen der jeweilige Entwicklungsstand, persönliche Neigungen, Interessen, Begabungen, individuelle Lernfortschritte und die unterschiedlichen Lerngeschwindigkeiten der Kinder. Die Berücksichtigung der eben genannten Aspekte kann zu einer Steigerung der Lernbereitschaft und Lernleistung führen.

 

Prinzip der Differenzierung

Unser Kindergarten besteht aus drei heterogenen Gruppen, was ein breitgestreutes Spektrum an Altersstufen und unterschiedlichen Entwicklungsständen voraussetzt. Damit die Lernprozesse effektiv gestaltet werden können, ist eine Differenzierung notwendig. Dies bedeutet, dass Bildungsangebote in Klein- und Teilgruppen abgehalten werden, die hinsichtlich Alter, Entwicklungsstand oder Interessen homogen sind. Um dies zu bewerkstelligen ist ein vielfältiges Methodenrepertoire der Pädagoginnen notwendig, um die Bildungsinhalte für die jeweilige Zielgruppe interessant, aktivierend und anschaulich präsentieren zu können.

 

Prinzip der Aktivität des Kindes

Kinder haben von Geburt an das Bedürfnis selbstständig zu explorieren und ihre Umwelt zu gestalten. In der praktischen Auseinandersetzung mit der Thematik werden unterschiedliche Entwicklungsbereiche angeregt, Sinneswahrnehmungen differenziert und Denkprozesse initiiert. Deswegen ist es uns wichtig eine aktivierende Umwelt mit vielfältigen Möglichkeiten zur Selbsttätigkeit zu schaffen, wie zum Beispiel der Zugang zu abwechslungsreichen Materialien. Wichtig ist die Tätigkeiten der Kinder bei Problemlösestrategien, wenn nötig zu unterstützen, aber den Kindern nicht vorzugreifen.

 

Prinzip des Lernens mit allen Sinnen

Dazu zählt die visuelle, auditive, olfaktorische, gustatorische und taktile Wahrnehmung. Die Kinder lernen ihre Umwelt im wahrsten Sinne des Wortes zu „be-greifen“. Je mehr der Sinneskanäle in der Auseinandersetzung mit der Thematik aktiviert werden, umso einprägsamer ist die Erfahrung. Je jünger die Kinder sind, desto größer ist die Bedeutung des Tastsinns, um Dreidimensionalität und Eigenschaften des Gegenstandes erleben zu können.

 

Prinzip der Kreativität

Kreativität zeigt sich im Kindergarten durch schöpferisches Spielen und Gestalten, durch originelle Denkprozesse und Spontanität im Handeln. Dabei geben wir den Kindern Zeit für eigene Entdeckungen, unterbrechen die Phase der Exploration nicht, leiten die Kinder durch offene Fragen an, sind für die Ideen der Kinder offen, sind ihnen gegebenenfalls behilflich lassen ein kreatives Chaos zu.

 

Prinzip der Partizipation

Partizipation bedeutet mit den Kindern in einen wechselseitigen Dialog zu treten und sie in Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen. Dadurch lernen die Kinder den grundlegenden Umgang mit Demokratie, unterschiedliche Standpunkte zu verstehen, aber auch eigene Standpunkte zu vertreten. Die Wünsche und Ideen fließen in die Bildungsarbeit und in die Planung mit ein. Dabei achten wir darauf, dass alle Kinder zu Wort kommen und ihre Wünsche ausdrücken können. 

 

Bildungsbereiche und deren Erziehungsziele

 

Sozial-emotionale Erziehung

So kann man Erfahrungen im Sozialbereich besser machen als im Gefüge einer Gruppe? Die Beschäftigung in unterschiedlichen Sozialformen, wie Einzelbeschäftigung, Kleingruppe, Teilgruppe, Gesamtgruppe, bringt zahlreiche Erfahrungen mit sich, in der sich das Kind der jeweiligen Situation entsprechend zu verhalten lernt. Im Kindergarten sind wir bemüht, auf die Lebens- und Erfahrungssituationen jedes einzelnen Kindes Rücksicht zu nehmen. Eine harmonische Grundstimmung soll die Kinder dazu befähigen, emotionalen Bezug zu den kleinen und großen Kontaktpersonen entstehen zu lassen.

Unsere Ziele:

·         Liebes- und Bindungsfähigkeit

·         Gefühlsansprechbarkeit

·         Aufbau der Frustrationstoleranz

·         Resilienzfähigkeit stärken (Widerstandsfähigkeit)

·         Die Entfaltung der Kontaktfähigkeit

·         Respektvolles Verhalten gegenüber anderen Mitmenschen

·         Fähigkeit zur Zusammenarbeit in der Gruppe

·         Mitverantwortung für die Gruppe 

 

Natur und Technik

Schon im Kindergartenalter ist es uns wichtig, den Kindern Impulse zu geben, die zur Erforschung und Entdeckung ihrer Umwelt herausfordern. Die Begeisterung für Experimente und naturwissenschaftliche Phänomene nimmt mit Entwicklung der Fähigkeit der Abstraktion stetig zu. Die Auseinandersetzung mit Naturphänomenen gewinnt an Bedeutung. Sie gewinnen erste Einblicke in ökologische Zusammenhänge und erkennen, dass Menschen die Umwelt beeinflussen.

Unsere Ziele:

·         Eingewöhnung und Orientierung in seiner Umwelt

·         Wertschätzendes Verhältnis zur Natur

·         Sachgerechter Umgang mit Materialien und Arbeitsgeräten

·         Einüben von Fertigkeiten des alltäglichen Lebens

·         Bezug zur eigenen Körper- und Gesundheitspflege

 

·         Ansätze zu einem kritisch ausgewählten Konsumverhalten

Ethik und Gesellschaft

Unser Kindergarten unterstützt die Kinder vor dem Schuleintritt ein Wertesystem zu entwickeln. Durch die Zugehörigkeit zu einer Gruppe/Gemeinschaft sind das, unter anderem Werte der Menschen nach rechtem und unrechtem Handeln. Kindergartenkinder können schon sehr gut zwischen Gut und Böse unterscheiden und sie haben ein Gerechtigkeitsverständnis. Die Kinder bemerken, dass ihr Handeln auch Folgen haben kann. Diese Erkenntnis bewirkt in einer Gruppe auch die Erkenntnis, dass mit eben diesem Handeln auch Veränderungen bewirkt werden können.

Auch das Feiern von Festen stellt eine Form der Gesellschaft und Kultur dar. Die Feste in unserem Jahreskreislauf sind spannende Höhepunkte. Durch ihre hohe kulturelle Bedeutung gewinnen auch die sozialen Aspekte an Wert. Beides zu vermitteln, ist uns ein besonderes Anliegen.

Unsere Ziele:

·         Respektvoller Umgang miteinander

·         Einüben des demokratischen Verhaltens

·         Interesse und Verständnis für die Verschiedenartigkeit der Menschen

·         Menschliche Grundrechte verstehen lernen

·         Gemeinsame Vorbereitungsarbeiten

·         Spaß am gemeinsamen Tun

·         Schaffen von Gruppengemeinschaft

 

·         Gefühl von Zusammengehörigkeit spürbar machen

Sprache und Kommunikation

Die Sprache ist das wesentliche Mittel, um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Im Kindergarten bietet sich neben der Vorbildwirkung eine Vielzahl an Fördermöglichkeiten, wie Bilderbücher, Lieder, Fingerspiele, Reime, Memory, Nonsensspiele, usw.  Auch für die Schulreife ist neben Sozialverhalten, Konzentration und Wahrnehmung das Sprachverhalten eines der wichtigsten Kriterien. Alljährlich wird die vom Bundesministerium vorgeschriebene Sprachstandserhebung (BESK kompakt), im Frühjahr, durchgeführt.

Mit steigendem Alter der Kinder wächst auch das Interesse an Buchstaben und Schrift. Diese frühe Auseinandersetzung mit Sprache und Schrift wird als Literacy bezeichnet. Individuell nach den Interessen des Kindes werden die Kinder schon mit Buchstaben und Schrift konfrontiert und können sich in ersten Schreib- und Leseversuchen spielerisch üben.

Unsere Ziele:

·         Förderung der Sprechfreudigkeit

·  Sprache als typisch menschliches Ausdrucks- und Verständigungsmittel erleben

·         Förderung des Sprachverständnisses

·         Förderung verbaler und nonverbaler Kommunikation

·         Spielerischer Umgang mit der Sprache

·         Reimen, Ober- und Unterbegriffe, Artikel, Beugung des Verbs und Deklination der Nomen

·         Annäherung an Schrift

 

·         Sprachstandsfeststellung BESK kompakt wird einmal im Jahr bei allen Kindern durchgeführt

Ästhetik und Gestaltung

Die Zunehmende Abstraktionsfähigkeit sowie die Perspektivenübernahme unterstützen die Kinder bei der Auseinandersetzung mit Kunst. In einer gelösten Atmosphäre und mit ausreichendem sowie wechselndem Materialangebot, das zur Verfügung steht, wird auf verschiedenste Arten experimentiert.

Unsere Ziele:

·         Kreative Fähigkeiten fördern

·         Kreatives Tun

·         Bildnerisches Gestalten

·         Gestalten mit Natur und „wertlosem“ Material

·         Gestalten mit Lege-, Bau-, u. Konstruktionsmaterial

·         Singen und Musizieren

·         Tanzen

·         Darstellendes Spiel

 

·         Ästhetische Bildung

Bewegung und Gesundheit

Dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder wird bei uns auf unterschiedliche Weise Rechnung getragen. Unsere Bewegungsangebote finden wie folgt statt:  

Auflockerungen werden in den Kindergartenalltag integriert. Darunter fallen Sing- und Gesellschaftsspiele, Lauf- und Fangspiele. Im Turnsaal finden gezielte und geplante Bewegungseinheiten statt, um die Entwicklung und den Bezug zum eigenen Körper zu fördern und zu unterstützen. Viele Klein- und Großturngeräte helfen dabei unsere Ziele zu erreichen. Motorische Fertigkeiten schlagen sich aber nicht nur in großer Bewegung nieder, sondern auch in feinmotorischen Handlungen im Bauen, Werken, Gestalten, als auch in der Graphomotorik.

Des Weiteren versuchen wir den Kindern einen gesunden Lebensstil und ein Verständnis für ihren Körper und dessen Bedürfnisse zu vermitteln. Neben gezielten Angeboten ermöglichen die vielen Spielgeräte im Garten ihre Bewegungsabläufe zu schulen und weitreichende Erfahrungen zu sammeln.

Unsere Ziele:

·         Erleben des eigenen Körpers

·         Beherrschen fundamentaler Bewegungsformen

·         Schulung des Gleichgewichtsinns

·         Schulung der Grob- und Feinmotorik im Hinblick auf das Schreiben

·         Rhythmisierung der Bewegung

 

·         Gesunde Jause

Kognitive Fähigkeiten

Kognitive Fähigkeiten sind laut des 2009 gültigen Bundesländerübergreifenden Bildungsrahmenplan kein eigener Bildungsbereich mehr, da er in allen anderen bereits angeführten Bildungsbereichen integriert ist. Aufgrund seiner Vielschichtigkeit und Wichtigkeit, wird der Begriff der Kognition hier trotzdem behandelt.

Die kognitive Entwicklung eines Kindes wird wesentlich von den Impulsen beeinflusst, die von dessen Umfeld bereitgestellt und angeboten werden. Im Kindergarten versuchen wir, uns in unkomplizierter Art und Weise ohne Zeitdruck möglichst vielen Aufgaben zu stellen. Mit reichhaltigem Materialangebot bekommen die Kinder die Chance, Fähigkeiten und Fertigkeiten in den verschiedensten Bereichen zu erwerben und auszubauen.

Unsere Ziele:

·         Intensivierung der Beobachtungsfähigkeit

·         Förderung der Merkfähigkeit

·         Auf- und Ausbau der Denkfähigkeit

·         Weckung der Lern- und Leistungsbereitschaft

·         Erfahrungen mit der eigenen Leistungsfähigkeit

 

·         Ausbildung von positiven Arbeitshaltungen 

Zusätzliche Ziele in der Kleinkindgruppe

Besonders im familiären Rahmen dieser Kleingruppe kann die Entwicklung der emotionalen Kompetenzen in einfühlsamer Weise unterstützt werden.

Das Sozialverhalten wird gefördert und erste Gruppen- Erfahrungen werden gemacht.

Die emotionale Sicherheit in diesem geschützten Rahmen ist Bedingung dafür, dass das Kind nach und nach seine Lebenskreise in größeren Bahnen erleben kann und immer mehr Anteil an seiner Umwelt nehmen kann. Selbstständiges Agieren und Entscheiden wird in alltäglichen sowie geplanten Situationen gefördert.

Pädagogische Strömungen haben ihren Wert und Platz in unserer Einrichtung, jedoch dem Kind nicht nur „Förderangebote“ anzubieten, sondern einfach ZEIT geben, sich in einer vorbereiteten Umgebung individuell entfalten und entwickeln zu können, wird einen großen Platz im Tagesablauf einnehmen.

Wir nehmen jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit ernst und möchten den Wert seiner Einzigartigkeit wahren und es im schöpferischen Tun und in seiner Kreativität fördern.

„Der Weg ist das Ziel!“ heißt es in einem Sprichwort und trifft dabei voll und ganz unsere Intentionen.

Im Vordergrund steht meist nicht ein fertiges „Produkt“, sondern der Weg dorthin führt vorbei an:

·         entdecken

·         versuchen

·         Strategien entwickeln

·         erleben von Körpereinsatz und von Materialien

·         Zusammenhänge erkennen

·         Wenn - Dann - Beziehungen herstellen

·         Experimentieren

·         Misserfolge ertragen können

·         versch. Lösungsmöglichkeiten finden

 

Kinder in den ersten Lebensjahren lernen vorwiegend über Vorbildwirkung und durch ihr Nachahmen. Deshalb möchten wir eine angenehme, familiäre Atmosphäre des Zusammengehörens vermitteln, und in dieser vertrauensvollen Grundhaltung soll sich auch die religiös – christliche Grundhaltung spiegeln.

 

Ein enorm wichtiger Bereich in punkto Wohlfühlen sind die Maßnahmen im Bereich der Körperhygiene. Eine große Vertrauensbasis ist Grundvoraussetzung dafür, dass Z. B. beim Wickeln oder beim Gang zur Toilette ein Kind Körperkontakt und Berührungen von anderen – neuen – Bezugspersonen zulassen kann.

Wesentlich ist auch, dass sich z.B. beim Wickeln die Pädagogin ausschließlich dem einen Kind voll und ganz widmet und diese Zeit nur ihm gehört. Gerade aber dieser Körperkontakt bzw. das sich Widmen eines einzelnen Kindes sind Faktoren, die die Bindung enorm stärken. In unserer Einrichtung befindet sich ein Wickelbereich in einem eigens dafür geschaffenen Raum, die Kinder dürfen auf Wunsch selbst entscheiden, von wem sie gewickelt werden, und für die größeren Kinder gibt es sogar eine Leiter, damit sie selbst auf den Wickeltisch klettern können.

 

Wickeln passiert nicht im Beisein der anderen Kinder, wenn das jeweilige Kind dies nicht möchte. Eine Schiebetür trennt den Wickelbereich vom Gruppenraum.

 

Schwerpunkte in unserer Bildungsarbeit

 

Religion und Tradition

Als Pfarrkindergarten ist die religiöse Erziehung bzw. das Kennenlernen der Traditionen unserer Kultur ein wichtiger Teil unserer Bildungsarbeit.

Unsere Religionspädagogik findet auf spielerische Art und Weise statt. Die Kinder setzen sich durch Tätigkeiten, wie basteln oder singen, mit religiösen Inhalten auseinander. Oftmals sind diese an einen kirchlichen Feiertag geknüpft. So bieten Ostern, Weihnachten oder das Nikolaus-Fest viele Möglichkeiten, die Kinder mit dem Feiertag bekannt zu machen und sich gemeinsam in der Gruppe oder der Gemeinde darauf vorzubereiten.

Bei einer ausgewogenen Sinn- und Werterziehung sowie ganz besonders im Bereich der religiösen Erziehung spielen Brauchtum, Traditionen und Rituale eine wichtige Rolle. Dazu zählen auch Feste aus dem Jahreskreis, wie Martins- und Nikolausfeier, Adventkranzsegnung mit dem Herrn Pfarrer, usw. All diese Feiern haben einen festen Platz und werden in unsere Arbeit eingebunden, um Bräuche und ihre Traditionen bewusst zu erleben.

Unsere Ziele:

·         Moralisches Wertebewusstsein wecken

·     Gemeinsam Feste feiern und sich als Teil der Gemeinschaft fühlen

·         Gefühl für Religiosität wecken

·         Dem Kind Zuversicht vermitteln, dass Gott es kennt und liebt

·   Biblische Geschichten kennen lernen und zu verstehen versuchen

 

·         In die kirchliche Gemeinschaft hineinwachsen 

Musikalische Erziehung

Musik spricht den Menschen individuell und ganzheitlich an. Hören wir Musik, dann löst das in unserem Körper bestimmte Reaktionen aus. Durch aktives Musizieren und Singen lernen Kinder leichter sprechen, sich zu bewegen, aber auch kognitive und soziale Fähigkeiten verbessern sich nachweisbar. Das Erzeugen von Rhythmen und Klängen und das Ausschöpfen der eigenen stimmlichen Mittel sind ursprüngliche Ausdrucksmittel des Menschen. Musik als unmittelbar auf den Menschen einwirkende Kraft ermöglicht ihm aufzunehmen, mitzuempfinden und selbst zu gestalten. Beim Kleinkind ist oft zu beobachten, dass Zufriedenheit und Geborgenheit durch musikalische Äußerungen unterstrichen werden. Das Kind erlebt in der Musik die Einheit von Seele, Geist und Körper.

In welcher Form Impulse im musikalischen Bereich gesetzt werden können, zeigt die folgende Auflistung:

·         Lieder/ Singspiele/ Singkreisspiele

·         Einsatz von Rhythmus- und Orffinstrumenten

·         Klanggeschichten

·         Erlernen von Tänzen

·         Rhythmusübungen, rhythmische Sprachverse

·         Geschichten zur Kinderstimmbildung

·         Musik hören

·         Instrumente kennen und unterscheiden lernen

·         Instrumente selbst basteln

Musik bietet viele Möglichkeiten Beziehung mit Menschen aufzunehmen. Das Singen und Musizieren in der Gruppe fördert das soziale Verständnis und erlaubt andere Kontaktmöglichkeiten als die verbale Kommunikation. Die Rhythmik bietet eine Fülle von Bewegungsspielen und Übungen mit und ohne Material. Dies unterstützt die Sozialerziehung und fördert einen bewussten Umgang miteinander.

Unsere Ziele

·         Freude am gemeinsamen Musizieren wecken und fördern

·         Erlernen und Praktizieren des Liedgutes

·         Rhythmische Sprechverse erwerben

·         Lieder für Feste und Feiern einüben und wiedergeben

·         Sensibilisierung von Hörerlebnissen

·         Freies Bewegen zur Musik und Tanzschritte erlernen

·   Sprachförderung und Förderung der Mundmotorik durch gemeinsames Singen

 

Unser Kindergarten verfügt über die Little Amadeus Schulung. Bei diesem Projekt des Chorverbandes Salzburg steht die musikalische Förderung aller Kindergartenkinder im Mittelpunkt. Aufwärmen und Vorbereiten der Stimme findet mit so genannten Aktionsgeschichten statt, die Körperübungen, Geschichte und Stimmbildung vereinen.

 

Spiel und Lernformen

 

Nicht immer wird in der Großgruppe gearbeitet. Während dem Freispiel beschäftigen sich die Kinder in Kleingruppen oder allein. Auch bei zielgerichteten Angeboten wählt die Pädagogin eine Sozialform, die sich dazu eignet, das angestrebte Ziel zu erreichen.

 

Einzelarbeit

Bei der Einzelarbeit interagiert das Kind mit keiner anderen Person. Die Kinder finden im Kindergarten Zeit und Raum, sich ihren Interessen entsprechend allein in ein Spiel oder eine Arbeit zu vertiefen. Wir wählen aber auch für einzelne Kinder bestimmte Aufgaben, die sie allein oder mit Unterstützung von uns lösen. Die Kinder können sich so in Tätigkeiten vertiefen. Jüngere Kinder bevorzugen die Einzelbeschäftigung aus entwicklungspsychologischen Gründen.

 

 Partnerarbeit 

Darunter versteht man die Auseinandersetzung mit der Umwelt gemeinsam mit einem zweiten Kind oder einem Erwachsenen. Beide Partner können sich in hohem Maße aktiv beteiligen. Die Kinder können gut voneinander lernen und auch der soziale Aspekt kommt hierbei zur Geltung - sich gegenseitig helfen. In Partnerarbeiten entwickeln die Kinder intensive Freundschaftsbeziehungen und Spielgemeinschaften.

 

Kleingruppe (3-5 Kinder)

Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl kann sich jedes Kind aktiv in den Kommunikationsprozess einbringen. Im freien Spiel ist die Kleingruppe die vorherrschende Sozialform. (Rollenspiele, didaktische Spiele, kreative Arbeiten, Bücher, Geschichten, kleinere Gemeinschaftsarbeiten, etc.). Für pädagogische Angebote werden diese Gruppen unter Berücksichtigung des Alters, des Entwicklungsstandes und der Interessen gebildet.

 

Teilgruppe (6-15 Kinder)

Die Teilgruppenaktivitäten, sind Bildungsangebote, in der die Erweiterung der sozialen Kompetenz im Vordergrund steht. Es werden Interessens- oder Altersgruppen gebildet, die es auch ermöglichen, dass jedem einzelnen Kind Aufmerksamkeit und individuelle Begleitung gewidmet wird. Diese Teilung wird beispielsweise bei Tänzen, Bewegungsspielen, Turneinheiten, Geschichten, etc. verwendet. Die Pädagogin übernimmt bei einer Teilgruppe meist die Leitungsrolle.

 

Gesamtgruppe

Durch unterschiedliche Aktivitäten in der gesamten Gruppe erfahren sich die Kinder als Teil einer Gemeinschaft. Die Pädagogin ist sich dabei ihrer Leitungsrolle bewusst. Aktivitäten in der Gesamtgruppe, wie zum Beispiel das Singen im Morgenkreis, sind zeitlich beschränkt, da sie dem Alter und der Aufmerksamkeitsspanne aller Kinder entsprechen müssen. Gemeinsame Erlebnisse fördern das Zusammengehörigkeits-gefühl und das Wir-Bewusstsein.

 

Tagesablauf

 

Eine kontinuierliche und gut durchdachte Struktur im Tagesverlauf gibt Sicherheit und Orientierung, macht den Tag für das Kind überschaubar und trägt zu seinem Wohlbefinden bei. Ein Kindergartentag lässt sich grob in folgende Bereiche gliedern: Orientierungsphase, Konzentrationsphase, Erholungsphase und Ausklangsphase.

 

Während der Orientierungsphase kommen die Kinder im Kindergarten an. Sie knüpfen erste Kontakte zur Pädagogin oder zu anderen Kindern und finden sich in den Spielbereichen ein. Manche Kinder brauchen in dieser Zeit viel Zuwendung und suchen aktiv den Kontakt zu den Erwachsenen.

 

Konzentrationsphasen sind Zeiten der intensiven Auseinandersetzung der Kinder mit ihrer Umwelt und können mehrmals am Tag stattfinden. Die Kinder sind in dieser Zeit besonders aufnahmefähig und aktiv und können während des Freispiels stattfinden, oder auch in einem gezielten Bildungsangebot.

 

Auf Konzentrationsphasen folgen meist Erholungsphasen, um die aufgenommen Eindrücke auf sich wirken lassen zu können. Die Kinder suchen sich hier Spiele, die keiner Anstrengung bedürfen, ziehen sich zurück oder suchen Körperkontakt zu den Pädagoginnen.

 

Die Ausklangphase bildet das Pendant zur Orientierungsphase. Es beschreibt die Zeit, in der die Kinder von den Eltern abgeholt werden.

 

Unser Kindergartentag ist wie folgt strukturiert:

07:00

 

Öffnung des Kindergartens

07:00 - 07:30

Orientierungsphase

Sammelgruppe

8:00 - 11:30

 

Bringzeit

Freispielzeit

Erholungsphase

Jause in den einzelnen Gruppen

Konzentrationsphase

Freispielzeit

Morgenkreis

Bildungsangebote in Teil- und Kleingruppen

11:30 - 12:30

Ausklangsphase

Garten / Freispiel

Mittagessen in mehreren Gruppen

Abholzeit

12:30 - 13:30

Erholungsphase

Rasten (keine Bring- und Abholzeit)

13:30 - 16:30

 

Freitags nur bis 15:30

Orientierungsphase

Bringzeit der Nachmittagskinder

Freispiel

Finden neuer Gruppierungen und Spiele nach dem Rasten

Bildungsangebote in Teil- und Kleingruppen

Abholzeit

 

 

Konzentrationsphase

Gemeinsamer Singkreis

Erholungsphase

Jause

Ausklangsphase

Freispiel

Abholzeit

 

Die hier angegebenen Zeiten sind als Richtwerte zu sehen. In der pädagogischen Arbeit wird auf die Bedürfnisse der Kinder geachtet und so kann es zu Verschiebungen des Tagesablaufes kommen.

Die Jause ist ein wichtiges Element im Tagesablauf, das den Kindern zur Gliederung des Tages dient und ihn übersichtlich erscheinen lässt. Zu besonderen Zeiten, wie an Geburtstagen, speziellen Festen und Feiern praktizieren wir die gemeinsame Jause. Im Kindergarten wird die Jause von den Kindern selbst mitgebracht, in der Kleinkindgruppe wird sie von der Einrichtung gestellt.   

Der Mittagstisch findet in Gruppen statt. Die kleineren Gruppen tragen dazu bei, dass der Familiencharakter gewahrt wird, eine Gesprächskultur entstehen kann. Außerdem werden so Freundschaften gepflegt und eine Tischkultur kann vermittelt werden.

Seit 2019 beliefert die Dorfmetzgerei Karl uns jeden Tag mit frischem Essen. Gesunde Nachspeise, sowie Getränke stellt der Kindergarten zur Verfügung.

 

Bei einer „Gute-Nacht-Geschichte“ wird eine Ruhephase eingelegt. Dabei dürfen sich alle Ganztageskindes nach einem anstrengenden Vormittag entspannen. Persönliche Utensilien, wie Kuscheltuch oder Kuscheltier dürfen dabei nicht fehlen.

 

Am Nachmittag können die Kinder jederzeit abgeholt werden. 

 

Inklusion

Kinder brauchen Unterschiedliches, um erfolgreiche Bildungsprozesse zu durchlaufen. Demnach stellt Inklusion eine Aufforderung dar, Kinder in ihrer Unterschiedlichkeit wahrzunehmen und anzuerkennen. Auch wenn in der Praxis dies ein sehr hoher Anspruch ist, berücksichtigt unser Team die Interessen und Bedürfnisse von Kindern, um ein für sie passendes pädagogisches Bildungsangebot zu entwickeln. Wir orientieren uns dabei am Alter und dem Entwicklungsstand des Kindes, seinen sprachlichen und sonstigen Fähigkeiten. Jedes Kind soll gleichermaßen Wertschätzung erfahren. Kindern mit erhöhtem Förderbedarf steht unser Haus ebenso offen, wie allen anderen. Allerdings ist zu bedenken, dass der Zugang zu den Gruppen nicht barrierefrei möglich ist, da im Eingangsbereich einige Stufen zu überwinden sind. 

 

 

Bildungs- und Erziehungspartnerschaft

Transparenz der pädagogischen Arbeit, kooperative Zusammenarbeit mit den Eltern, den sozialen und öffentlichen Einrichtungen sind Teil unserer pädagogischen Arbeit. Wir dürfen dabei auf eine Vielzahl von Kooperationen zurückgreifen. 

Eltern

Wir sind sehr bemüht, einen von Respekt geprägten Umgang mit den Eltern / Familien herzustellen, um einen harmonischen Eintritt in den Kindergarten zu gewährleisten. Veränderungen der Lebenssituationen oder Ereignisse in den Familien, sowie im Kindergarten prägen die Kinder. Uns ist es wichtig offen damit umzugehen, um die Erziehungspartnerschaft zwischen Pädagoginnen und Eltern zu gewährleisten. All diese Gespräche werden vertraulich behandelt.

 

Die Zusammenarbeit mit den Eltern in unserem Kindergarten sieht folgendermaßen aus:

·  „Kennenlern-Elternabend“, um die wichtigsten Bausteine für einen möglichst harmonischen und ruhigen Beginn im Kindergarten zu sichern und erste allgemeine Informationen zum Kindergarten und dessen Ablauf zu erhalten

· „Allgemeiner Elternabend“, für alle Eltern. Nach einem gemeinsamen Beginn mit allgemeinen Informationen, die das Kindergartenjahr betreffen im Pfarrsaal, gehen die Eltern in die jeweilige Gruppe des Kindes, dort werden gruppenspezifische Dinge besprochen und so manches für die Gruppe hergestellt.      

·  „Schulanfänger-Elternabend“ vor der Schuleinschreibung – findet ab 2020 in der Schule statt und wird von dieser organisiert.

·    „Tür- und Angelgespräche“ sind dazu gedacht kurze Infos über das Kind auszutauschen

·  Vereinbarte Elterngespräche / Entwicklungsgespräche / KEP-Gespräche: finden jährlich je nach Bedarf statt

·    Ausflüge in die Arbeit der Eltern / situative Einladungen: hin und wieder bietet sich uns die Möglichkeit Eltern in ihrer Arbeit zu besuchen und Einblicke in die Berufswelt zu bekommen

·   Einbeziehung bei Festen und Feiern: Martinsfest, Familienfest, Familiengottesdienst

·  Elternbeirat: kann jährlich beim allgemeinen Elternabend gewählt werden, ebenso die Elternvertreter

·    Eltern-Info-Tafeln: vor jeder Gruppentür, im Windfang und im Stiegenhaus

·    Gruppenspezifisch: Elternbriefe, Kindergartenpost, Liederzettel, usw.

 

·  Portfoliomappen / Entwicklungsmappen / Erlebnismappen: geben Eltern Einblick in den Kindergartenalltag und den Pädagoginnen durch Blätter, die zu Hause ausgefüllt werden sollen, Einblick in die Familienstruktur (mit welcher Form der Mappe gearbeitet wird, wird gruppenintern entschieden)

Pfarre

Als Pfarrkindergarten versuchen wir den Kindern eine positive Einstellung zur Religion zu vermitteln. Daher ist uns die Zusammenarbeit mit der Pfarre sehr wichtig. Gemeinsam feiern wir folgende kirchlichen Feste: Erntedank, Martinsfest, Nikolausfeier, Krippenlegung, Palmsonntag, Fronleichnam. Der Inhalt dieser Feste wird mit den Kindern erarbeitet und der Gottesdienst mit Liedern bzw. Singspielen gestaltet. Die Kinder erfahren sich so als Teil der christlichen Gemeinde und tragen zu einer gelungen Feiergestaltung bei. Einmal im Jahr findet ein Familiengottesdienst des Kindergarten und der Kleinkindgruppe statt.

 

Des Weiteren gestaltet der Kindergarten eine Seite des Pfarrbriefes, der viermal im Jahr erscheint. 

ProVinzenz

Seit Mai 2016 hat der Kindergarten neue Nachbarn bekommen – das ProVinzenz. Dieses bietet eine Tagesbetreuung und ein Wohnheim für Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen. Um eine gute Beziehung und ein Miteinander mit den Bewohnern des Pro Vinzenz Hauses zu gewährleisten, erarbeiteten wir im Vorfeld mit den Kindern das Thema: „körperliche und geistige Beeinträchtigung von Menschen“. Bilderbücher, Spiele zum Thema Handicap, Gespräche, …. helfen uns, als Einstieg und um das Thema erfahrbar zu machen.

 

Eine intensive Zusammenarbeit hat sich in der der Ganztagesgruppe (Gruppe Christine) ergeben: Der erste Kontakt nach dem Einzug verlief sehr positiv und gab uns den Mut diese Beziehung zu intensivieren und das Miteinander auszubauen. Seitdem finden wöchentliche Treffen statt und auch manche Feste werden gemeinsam gefeiert. Die Kindergartenkinder lernen auf eine natürliche Weise mit beeinträchtigten Menschen umzugehen und diese mit ihren Behinderungen anzunehmen. Für die Zeit, die die Kinder den Klienten im Haus von Pro Vinzenz schenken, werden sie mit einem Lächeln und einer fröhlichen Stimmung der Bewohner belohnt.  

Exkursionen

Immer nur im Kindergarten zu sein, ist auch langweilig, deswegen erkunden wir gerne unsere Nachbarschaft. Wir gehen auf den nahegelegenen Tunnelspielplatz oder statten den umliegenden Bauern einen Besuch ab, um zu schauen, wo das Gemüse herkommt.

Aber auch größere Ausflüge finden im Laufe eines Kindergartenjahres statt. Durch die Museumskarte ist es uns möglich, das große Angebot des Salzburg Museums wahrzunehmen. Wir nutzen aber auch das Angebot anderer Institutionen, wie der Residenzgalerie oder anderen Museen in der Stadt. Die geführten Museumsbesuche sind themengebunden und wurden von ausgebildeten Museumspädagogen entwickelt und für unterschiedliche Altersklassen konzipiert. Meist wird so ein Ausflug in die Stadt noch mit einem Besuch auf einen der vielen Spielplätze oder im Winter einen Gang über den Christkindlmarkt komplementiert.

 

Als fixe Exkursion hat sich den letzten Jahren der Besuch der Kinderfestspiele im Juni bewährt. Dabei bietet die Philharmonie Salzburg einen Einblick in die Programmmusik. Das Musikstück wird in kleinen Workshops erarbeitet und die Kinder bekommen die Gelegenheit unterschiedliche Instrumente kennenzulernen und auszuprobieren. 

Englisch

Als Besonderheit für unsere „Großen“ (Schulanfänger) findet an einem Vormittag während der Kindergartenzeit eine Englischeinheit statt. Auf spielerische Art und Weise und unter fachkundiger Anleitung hören die Kinder in die englische Sprache hinein. Der Gebrauch der neuen Sprache wird anhand von Liedern, Spielen, Sprüchen und Tänzen erfahrbar gemacht. Der Englisch Unterricht kann in der Volksschule fortgesetzt werden. Die Englischstunden werden von einer externen Fachkraft abgehalten und bedürfen einer Anmeldung sowie Bezahlung.

 

Skikurs

Der Skikurs erstreckt sich über eine Woche, die meist im Jänner stattfindet. Die Kinder werden vor Ort (Tunnelspielplatz) abgeholt und gebracht. In Kleingruppen (Einteilung nach Vorkenntnissen der Kinder) lernen die Kinder mit ausgebildeten Skilehrern die Grundkenntnisse. Am Samstag findet immer ein Rennen statt, an dem die Eltern auch anfeuern sollen. Der Skikurs wird von einer externen Skischule abgehalten und bedarf einer Anmeldung sowie Bezahlung.

 

Vorsorgeuntersuchungen

Im Laufe des Kindergartenjahres finden folgende Angebote statt:

·         Augenreihenuntersuchung

·         Logopädische Gehör- und Sprachuntersuchung

·         AVOS Gesundheitserziehung

 

Diese Angebote helfen mögliche gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen und ihnen rechtzeitig entgegen wirken zu können.  

 

Transition

Transitionen sind bedeutende Übergänge im Leben eines Menschen. Häufig sind sie mit Belastungen, Anpassungsleistungen und Lernprozessen verbunden. Bereits im Kindesalter entstehen solche Umstrukturierungen. 

 

Eingewöhnung in die Kleinkindgruppe

Der Eintritt in eine Kleinkindgruppe stellt sowohl für das Kind als auch für die Eltern einen neuen Lebensabschnitt dar. Neue Bezugspersonen treten hinzu, eine erste Loslösung von den Bisherigen findet statt.

Kurz gesagt: Zum Gewohnten werden sich viele neue, vielleicht zu Beginn auch unsichere Gefühle und Eindrücke mischen.

 

Damit das Kind in seiner Entwicklung viele neue Erfahrungen und Fortschritte machen kann, ist es uns ein besonders großes Anliegen, die Eingewöhnungszeit sehr sensibel und so positiv wie möglich zu gestalten.

Der Erstkontakt findet nicht in der Gesamtgruppe statt, sondern wir widmen uns jedem Kind mit einer Bezugsperson einzeln. Dass ein Elternteil zu Beginn das Kind begleitet ist notwendig, denn so kann leichter Interesse und Vertrauen für die neue Umgebung geweckt werden.

Die Dauer der Anwesenheit des Elternteils wird je nach Bedarf individuell gestaltet und findet in Absprache mit den Eltern statt.

 

Die Eingewöhnungsphase kann bei Bedarf bis zu ca. einen Monat dauern

 

Eingewöhnung in den Kindergarten

Bei der Anmeldung im Kindergarten bekommen Eltern und Kinder die Möglichkeit, an einem Nachmittag die Einrichtung kennen zu lernen. Der sogenannte „Schnuppertag“ ermöglicht den Kindern bereits die Räumlichkeiten und die Pädagoginnen kennenzulernen.

Auch für die Eltern gibt es die Möglichkeit eines solchen Kennenlernens. Im Juni bieten wir einen „Kennenlern - Elternabend“ für die Eltern der neuen Kinder an. Hierbei wird die Möglichkeit geboten, sich gegenseitig kennen zu lernen, alle Räumlichkeiten anzusehen und den Tagesablauf zu erfahren. Hier kann sich jeder Tipps abholen, wie Trennungsrituale vom Kind bzw. individuelle Eingewöhnungs-Strategien in unkomplizierter Art und Weise ablaufen können.

 

 

In der ersten Kindergartenwoche ist die Kindergartenverweildauer verkürzt und nicht alle Kinder gemeinsam starten am gleichen Tag. Die Kinder sollten in Ruhe und ohne Stress diese wichtige Eingewöhnungszeit erleben. Es ist uns auch ein großes Anliegen die Ängste und Sorgen der Eltern ernst zu nehmen. Eine sanfte Eingewöhnung bildet einen Grundstein für weitere positive Übergänge, die im weiteren Bildungsweg anstehen.

 

Der Übergang in die Schule

Schulvorbereitung erfolgt nicht nur im letzten verpflichtenden Kindergartenjahr, sondern finden ständig in allen Altersgruppen statt. Im Kindergartenalltag werden vielfältige Erfahrungen gesammelt, die ein Grundwissen für den Schuleintritt darstellen. Schulvorbereitung passiert in allen Lernfeldern und Entwicklungsbereichen. Wir stärken die Kinder in ihrer Selbstständigkeit und unterstützen sie durch eine gut vorbereitete und liebevolle Umgebung in ihrer Eigeninitiative.

Ein Zusammentreffen mit der Schule findet bei den Faschingsfeiern statt, die wir gemeinsam begehen. Des Weiteren werden die Kinder von Seiten der Schule zum jährlichen Schulfest eingeladen, wo schon erste Kontakte geknüpft werden können.

 

Vor der Schuleinschreibung findet ein „Schnuppertag“ in der Schule statt. Bei diesem können die Schulanfängerkinder gemeinsam mit der Pädagogin eine Schulstunde in der ersten Klasse verbringen. Dadurch bekommen sie einen ersten Eindruck vom Schulalltag. 

 

Qualitätssicherung und Weiterbildung

Wir Pädagoginnen sind bemüht ständig auf dem neuesten Stand der Erziehungswissenschaften und Pädagogik zu sein. Dazu dienen uns:

·         fachlich fundierte Ausbildung

·        Seminare und Schulungen, um die tägliche Herausforderung im Zusammenleben und der   Auseinandersetzung mit Kindern gut zu bewältigen und uns selbst als Lernende zu begreifen

·         Zeitgemäße Fachliteratur

 

Neue pädagogische Ansätze werden von uns beobachtet, gemeinsam diskutiert, in der Theorie evaluiert und wenn sie zu unserem pädagogischen Handeln passen erprobt, reflektiert und gegebenenfalls adaptiert.

 

In regelmäßigen Teambesprechungen wird die pädagogische Arbeit reflektiert und gemeinsam an den Aufgaben im Haus gearbeitet. Die Qualität in unserem Haus zeichnet sich aus durch gegenseitige Wertschätzung, gute Zusammenarbeit und ressourcenorientierem Arbeiten.

 

 

Literaturverzeichnis

Ahnert, L.: Entwicklungspsychologische Aspekte der Erziehung, Bildung und Betreuung von Kleinkindern. Düsseldorf: Enquetekommission „Chancen für Kinder“. Rahmenbedingungen und Steuerungsmöglichkeiten für ein optimales Betreuungs- und Bildungsangebot in Nordrhein Westfahlen, 2007

Bäck, G.: Praktisch didaktisch. Grundlagen der Kindergartendidaktik. Wien: G&G Verlagsgesellschaft, 2008

Bamler, V.: Lehrbuch Elementarpädagogik. Grundlagen, Zugänge und Methoden. Weinheim: Beltz Juventa, 2010

Land Salzburg (Hrsg.). Fageth, B., Lenger, A., Eder, L. & Berktold, M.: Schriftliche Bildungs- und Arbeitsdokumentation: Handbuch und Arbeitsmaterial. Land Salzburg: Hausdruckerei, 2016

 

Neuß, N.: Grundwissen Elementarpädagogik. Ein Lehr- und Arbeitsbuch. 3. Aufl. Berlin: Cornelsen Schulverlag GmbH, 2016